MDR1 Defekt des Hundes

Bei dem MDR1 Defekt handelt es sich um einen Gendefekt. Hierdurch fehlt den betroffenen Tieren im Körper ein funktionstüchtiges MDR 1 Transportsystem, wodurch diese Tiere auf bestimmte Medikamente sehr empfindlich reagieren. Dieses kann dazu führen, daß ein vermehrter Übertritt von Arzneistoffen in das zentrale Nervensystem der Tiere stattfindet.

In der Folge kann es zu starken zentralnervösen Krankheitsbildern kommen, auch Todesfälle konnten dokumentiert werden.

 

Hierbei handelt es sich um :

Ivermectin, Moxidectin, Doramectin

 

Rassendisposition :

Collie, Australian Shepherd, Shetland Sheepdog, Weißer Schweizer Schäferhund, Bobtail, Wäller, Border Collie, Longhaired Whippet, Silken Windhound, MacNab, English Shepherd und Australian Cattle Dog

 

Test :

Zur Vermeidung, das ein Tier auf bestimmte Medikamente reagiert kann eine Untersuchung durchgeführt werden. Aufgrund dieser kann nachgewiesen werden, ob das getestete Tier Träger des MDR1-Defektes ist.

Dieser Test ist für alle Patientenbesiter, welche einen Hund mit dieser Rasseveranlagung haben zu empfehlen.

 

Testdurchführung :

Zur Untersuchung benötigen wir von Ihrem Tier Blut, welches wir vor Ort in der Praxis entnehmen.

Die Untersuchung selber darf nur noch seit Dezember 2009 an der Universität Gießen durchgeführt werden.

 

Kosten der Untersuchung :

Die reinen Laborkosten belaufen sich auf 59,-Euro (zzgl.MwSt) und sind durch die Änderung der untersuchenden Stelle etwas höher als in der Vergangenheit.

 

Weiterführende Informationen der Universität Gießen finden Sie hier